Somatics kommt von griechisch soma — der Körper, aber ausdrücklich der von innen erlebte Körper. Der Unterschied ist der Kern der ganzen Sache: Nicht der Körper, den ich im Spiegel sehe oder den eine Ärztin untersucht, sondern der, den ich von innen spüre.
Die Aufmerksamkeit liegt auf der Empfindung, nicht auf der Form. Es gibt kein "richtiges" Aussehen einer Bewegung. Die Frage ist nicht "sitzt die Haltung?", sondern "was nehme ich wahr, während ich das tue?"
Bewegungen sind oft klein, langsam, wiederholt — weil das Nervensystem so überhaupt erst mitbekommt, was der Körper gerade macht. Vieles läuft ja automatisiert ab. Gewohnheitsmuster (die dauerhaft hochgezogene Schulter, der angehaltene Atem) werden erst spürbar, wenn man langsam genug wird.
Und daraus entsteht die eigentliche Idee: Was ich spüre, kann ich verändern. Was unbewusst läuft, nicht.